Ausschreibung 2026

Deadline 28. Februar 2026

Dialog und Beteiligung mit Theater

Im Rahmen des Projekts Theatre for Dialogue bieten wir in Ihrer Kommune einen mehrstufigen Dialog- bzw. Beteiligungsprozess an. Wir bringen die Menschen in Ihrer Stadt in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch und moderieren mit kreativen Methoden den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die Auseinandersetzung mit Konflikten und Veränderungsprozessen wird über theaterbasierte Methoden in einer ungewohnten und spielerischen Art und Weise neu erlebbar. Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt. Aber Achtung! Es darf auch mal gelacht werden. Spannungen halten wir aus. Das heißt konkret: Wir bringen Konflikte und Themen, die Ihre Stadtgesellschaft bewegen, auf die Bühne. Bei unseren öffentlichen Veranstaltungen spielen Schauspielende verschiedene Szenen, wie sie in Ihrer Kommune oder Ihrem Stadtteil passieren könnten bzw. bereits passiert sind. Die Zuschauenden werden eingeladen in das Geschehen auf der Bühne einzugreifen und es zu verändern. Die Moderation leitet durch die Veranstaltung. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um die Situation zu verändern? Wer könnte sich anders verhalten und warum? Welche Perspektiven sind sichtbar, wessen Perspektiven sind unsichtbar geblieben? Es kann gelingen Antworten auf diese Fragen innerhalb der Interventionen zu finden. Aber das wichtigste ist: Es muss nicht gelingen. Konflikte lassen sich häufig nicht kurzfristig verändern, aber wir können darüber nachdenken, was es dafür bräuchte!

Was wir Ihrer Stadt oder Ihrem Stadtteil anbieten:

  • Wir entwickeln auf Basis von Vorgesprächen interaktive Forumtheaterszenen, die die Situation vor Ort auf die Bühne bringen.
  • Es finden mehrere öffentliche Veranstaltungen statt, in denen ein interaktiver Dialog zu den Themen der Szene stattfindet. Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar und berücksichtigt. Neue Handlungsmöglichkeiten werden erprobt und Lösungsansätze entwickelt. 
  • Zwischen den Veranstaltungen bleiben wir mit Ihnen im Gespräch und passen Format und Szenen an die aktuellen Entwicklungen und Erfordernisse an.
  • Auf Basis der Veranstaltungen halten wir Handlungsempfehlungen für den konfliktsensiblen Umgang mit den Interessen und Perspektiven verschiedener Akteure fest.
  • Wir bieten einen reflexiven Raum um konstruktiv zu Stadtentwicklungszielen und lokalen Herausforderungen in Austausch zu kommen. 
  • Optional bieten wir für besonders interessierte Gruppen vertiefende theatrale Workshops an, in denen weitere Themen und Aspekte bearbeitet werden können. 

Wer sind wir und was bringen wir mit? 

Im Jahr 2021 kamen der Leipziger Verein Stadt.Raum.Gestalten e.V. und Forumtheater Leipzig e.V. erstmals zusammen und konzipierten das Format der Quartiersbühne. Die involvierten Personen bringen vielfältige Perspektiven und Erfahrungen aus Stadt- und Quartiersentwicklung, Konfliktforschung, Mediation und systemischer Beratung bis hin zu Dramatherapie und Theaterwissenschaften zusammen. Wir setzten in der Vergangenheit verschiedene Projekte um, u.a. zu gesellschaftlicher Teilhabe und Polarisierung oder sozial-ökologischen Konflikten auf Quartiersebene.  

Als Quartiersbühne treten wir allparteilich auf. Wir vertreten während des Prozesses keine politischen Interessen oder Gruppen und treten im Interesse demokratischer Auseinandersetzung mit pluralen Perspektiven und Meinungen auf.  

An wen richtet sich das Angebot? 

Unser Angebot richtet sich an Städte und Kommunen, sowie an zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Bereich Gemeinwesen-, Jugend- und Seniorenarbeit, aber auch Heimatvereine oder Vereine mit Stadtteil- oder Quartiersbezug. Wenn Sie unsicher sind, ob unser Angebot für Sie passend sein könnte, treten Sie einfach mit uns in Kontakt! Sie arbeiten in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen? Dann melden Sie sich bei uns! 

Wann findet das alles statt? 

Unser gemeinsamer Prozess startet im Frühjahr 2026 mit Vorgesprächen und wir entwickeln gemeinsam eine Idee für die Ausrichtung und die nächsten Schritte. Die verschiedenen Formate und Veranstaltungen finden dann im Laufe des Jahres 2026 statt.  

Welche Kosten entstehen dabei? 

Da wir als Innovationsprojekt im Bundesprogramm Demokratie leben! finanziert werden, entstehen keine finanziellen Kosten für Ihre Stadt oder ihren Stadtteil.  

Was müssen Sie in den Prozess einbringen?

  • Offenheit für ein innovatives Dialogformat, welches wir bereits angewendet haben, welches sich aber je nach lokalem Setting stetig weiterentwickelt.
  • Kapazitäten für gemeinsame Vorgespräche zur Themenfindung und Stückentwicklung sowie für prozessbegleitenden Austausch.
  • Teilnahme an den Veranstaltungen.
  • Mitwirkung bei der Kontaktaufnahme zu und Vernetzung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft.
  • Bereitschaft zur Auswertung der Veranstaltungen sowie Verbreitung zentraler Erkenntnisse in Ihren Wirkungsbereichen.
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Sie haben Interesse uns einzuladen? 

Füllen Sie einfach unverbindlich unser Kontaktformular aus oder melden Sie sich bei Fragen unter info@stadt-raum-gestalten.de oder bei Maria Budnik (0177 6226016) sowie Marie-Luise Baldin (0160 3008404).