Dialog durch Theater?! 

Kann eine Bühne zum Ort werden, an dem wir wirklich miteinander ins Gespräch kommen? An dem wir Szenen und Konflikte aus dem Alltag sichtbar machen, um uns auszutauschen, zuzuhören und zu widersprechen? Statt Antworten zu geben, wollen wir Fragen stellen – an uns, an die Gesellschaft, an das Miteinander – und ergründen, ob Theater mehr sein als Kunst – nämlich ein Ort, an dem Demokratie erfahrbar wird. 

Mit Methoden, die ihren Ursprung im ‘Theater der Unterdrückten’ und im ‘Theatre for Living’ (Forumtheater, Bildertheater, Legislativtheater, Regenbogen der Wünsche, etc.) haben, schaffen wir interaktive Begegnungen, in denen Menschen spielerisch über verschiedene Wahrnehmungen, Wünsche, Ideen und Bedürfnisse ins Gespräch kommen. In kurzen Szenen werden reale Konflikte und Alltagssituationen sichtbar gemacht, etwa zu Fragen der Teilhabe, des Wohnens, der Mobilität oder des öffentlichen Raums. Das Publikum wird eingeladen einzuschreiten, Alternativen vorzuschlagen und selbst Teil der Szene zu werden. Im geschützten Raum der Bühne wird sichtbar, welche Konsequenzen unsere Ideen für andere haben, wie Entscheidungen wirken, wo Spannungen entstehen und wie Zusammenarbeit gelingen kann.

Komplexe Themen werden erlebbar 

Durch konkrete Situationen statt abstrakter Debatten. Wie verändert sich unser Verständnis, wenn wir Konflikte nicht nur besprechen, sondern auf der Bühne durchspielen? 

Neue Perspektiven werden sichtbar 

Weil Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen jeweils ihren eigenen Blick auf die Situation mitbringen. 

Emotionen bekommen Raum 

Gerade dort, wo rationale Argumente allein nicht weiterführen. Welche Gefühle und Erfahrungen liegen hinter unseren Haltungen und Meinungen zu Stadtentwicklungsfragen – und wie können sie eingebracht werden? 

Demokratie wird erfahrbar 

Als lebendiger Prozess, in dem auch die leisen Stimmen zählen. Wie können wir Räume schaffen, in denen Dialog nicht nur möglich, sondern spürbar wird?  

Fokus auf Verbindendes statt Trennendes. 

Im Zentrum steht der Beziehungsaufbau zwischen Menschen, Gruppen und Sichtweisen, die im Alltag oft wenig Berührung miteinander haben. Wir sehen, hören und fühlen, was uns gemeinsam bewegt.  

So wird Demokratie nicht nur gedacht, sondern praktiziert. Im Dialog, im Konflikt, im Spiel.